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Anschel, Dr. Erich

Anschel, Dr. Erich

JG. 1898, WOHNTE IN BERLINER VORSTADT 52, UNFREIWILLIG VERZOGEN, 1938 BERLIN, FLUCHT, SHANGHAI / BOLIVIEN. ÜBERLEBT

Anschel, Dr. Erich

Dr. Erich Anschel, geb. 18.01.1898 in Czarnikau, wohnte in der Berliner Vorstadt 22a und war Allgemeinarzt und hatte seine Praxis in Mittenwalde am Kaiser-Wilhelm-Platz.

Vor 1933 war er leitender Arzt beim Arbeiter-Samarita Bund. Mit Ehefrau Charlotte-Rosalie (geb. Jacobsohn) und Tochter Eva wurde er 1938 zur Aufgabe seiner Praxis gezwungen und zog nach Berlin.

Dort kam er zusammen mit Max Bernstein und dessen Familie bei seinem Vater Selig Anschel, in der Sophie-Charlotten-Straße 42, unter.
Dort war ihr letzter gemeinsamer Wohnsitz. Eine weitere Wohnung für die vielköpfige Wohngemeinschaft, ist auch in Stadtmitte, in der Brückenstraße 21, verzeichnet.

Sein Vater Selig sowie die Brüder Alfred und Georg wurden deportiert, Alfred nach Auschwitz, Georg in das Ghetto Litzmannstadt-Łódź und vermutlich weiter in ein Vernichtungslager.

Die Schwester Edith wurde ebenfalls nach Litzmannstadt-Łódź verschleppt und starb dort am 18.10.1943.

Über Dr. Anschel selbst gibt es Hinweise auf eine mögliche Auswanderung mit seiner Tochter, vermutlich auf die Philippinen, gesicherte Nachweise fehlen jedoch.

Der obige Text basiert auf der Publikation "Das haben wir alles nicht gewusst" vom Verein Kulturlandschaft Dahme-Spreewald e.V. und auf Forschungen von Anwärterinnen und Anwärter der Finanzschule Königs Wusterhausen.

>°Stand 2026<

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