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23.08.2025 - Stolpersteine in Schulzendorf

In Gegenwart von vier Urenkel wurden am 23. August 2025 in Schulzendorf Stolpersteine für Bianca und Richard Israel verlegt. Es sind die ersten Stolpersteine in Schulzendorf.

Es heißt, dass die Israels für die Gutsarbeiter freundliche faire Arbeitgeber waren. Sie bauten eine vierklassige Schule. Mit einer „Spielschule“ riefen sie eine Art Kindergarten ins Leben und lebten „in gutem Einvernehmen“ mit den Schulzendorfer Menschen.

Ihnen sei es zu verdanken gewesen, dass das Dorf 1911 an das Stromnetz angeschlossen und mit dem Wasserwerk Charlottenburg die Trinkwasserversorgung vereinbart wurde.


Nach ihrer Vertreibung durch die Nationalsozialisten lebten Bianca und Richard Israel ab 1939 zunächst in Berlin, während die anderen Familienmitglieder ins Ausland emigrierten.

Bis zuletzt wollte Richard Israel nicht daran glauben, dass er in Gefahr war. Er meinte, dass ihn sein Einsatz im ersten Weltkrieg, in dem er Adjutant des Oberkommandierenden des kaiserlichen Heeres, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, war, schützen würde.

1943 wurden sie nach Theresienstadt deportiert.

In Gegenwart von vier Urenkel wurden am 23. August 2025 in Schulzendorf Stolpersteine für Bianca und Richard Israel verlegt. Es sind die ersten Stolpersteine in Schulzendorf.

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