
26.03.2026 - Ausstellung Hélène Fauriat
Im Mittelpunkt steht die Biografie einer Kämpferin der Résistance, die festgenommen und u.a. zur Zwangsarbeit nach Schönefeld verschleppt wurde.
Über fünfzig Menschen trafen sich im Dokumentationszentrum NZ-Zwangsarbeit in der Britzer Straße 5, in 12439 Berlin, um an der Eröffnung der Ausstellung über Hélène Fauriat (1918 – 1999) teilzunehmen.
Hélène Fauriat wurde im Juni 1944 wegen ihres Widerstands gegen die deutsche Besatzung von der Gestapo festgenommen und zunächst in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Nach zwei Wochen wurde sie in das KZ-Außenlager Henschel-Werke in Schönefeld überstellt und zur Arbeit in der Fabrik für Kampfflugzeuge gezwungen.
Wesentliche Grundlage der Ausstellung ist ihr Erinnerungsbericht „Noël à Schönefeld“ (Weihnachten in Schönefeld). Darin gibt Hélène Fauriat Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen von Verfolgung, Haft und Zwangsarbeit während der NS-Zeit.
Erarbeitet wurde die Ausstellung im Rahmen eines Französisch-Grundkurses des Amy-Johnson-Gymnasiums Schönefeld.
Die Leiterin des Dokumentationszentrums, Dr. Christine Glauning, beschrieb die Erstellung als ein gelungenes partizipatives Projekt zwischen Schule, Archäologe und Gedenkstätten.
Anlass des Projekts ist der Neubau der Schule auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeitslagers der Henschel Flugzeug-Werke AG in Schönefeld bei Berlin. Auf dem Areal fanden 2023/24 archäologische Grabungen statt.
Darüber erfuhren die Anwesenden in einem Podiumsgespräch, an dem Fabian Papadopoulos-Koop vom Gymnasium Schönefeld, Christoph Kutz, Archäologe und Aliena Stürzer von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück teilnahmen.


Zur Biografie von Hélène Fauriat

Hélène Fauriat während einer Rede Anfang der 1990er Jahre

Ausgrabungsobjekte vom Gelände des Zwangslagers

Zur Biografie von Hélène Fauriat
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