
Goesch, Paul

JG. 1885, LEBTE IN DER LANDESIRRENANSTALT, BUCHHOLZERSTRASSE 24, VERLEGT 22.8.1940, T4-AKTION.
Paul Goesch, geboren am 30.08.1885 in Schwerin, war ein deutscher Architekt, Maler und Vertreter des Expressionismus.
1914 legte er das 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister in Berlin ab. Danach war er von 1915 bis 1917 Regierungsbaumeister im westdeutschen Culm.
Parallel dazu entstand ein umfangreiches künstlerisches Werk mit farbintensiven, detailreichen Zeichnungen und Aquarellen, oft mit religiösen und visionären Motiven.
Sein Werk betrachteten die Nazis als "entartete Kunst" und er verbrachte 20 Jahre wegen psychischen Erkrankungen in psychatrischen Anstalten u.a. in Hedemünden und Tiefenbrunn in Göttingen, Schwetz und letzendlich in Teupitz.
Am 22.08.1940 wurde Paul Goesch von der Landesirrenanstalt Teupitz mit einem Sammeltransport in die Tötungsanstalt Brandenburg/Havel verlegt, wo er vergast wurde.
Obiger Text wurde von Anwärterinnen und Anwärtern der Finanzschule Königs Wusterhausen unter Nutzung der "Prinzhorn-Sammlung" im Rahmen eines historischen Projektes am 03.03.2026 erarbeitet.
Der Stolperstein wurde am 19. Oktober 2005 an der Adresse Buchholzerstraße 21 vor dem Haupteingang der Klinik verlegt.
Weitere Hinweise und Korrekturen sind ausdrücklich erwünscht.
>°Stand 2026<
