
12.01.2026 - Knallfunksender KW
Vom Knallfunksender zum Rundfunksender in Königs Wusterhausen - Vortrag von Rainer Suckow auf dem Funkerberg
Veranstaltung im Museum Funkerberg KW
Wer nach Königs Wusterhausen kommt, wird am Ortseingang großschildrig aufmerksam gemacht, dass man eine „Rundfunkstadt“ besucht.
Man weiß, dass am 20. Dezember 1920 hier die erste öffentliche Radiosendung (ein Weihnachtskonzert) ausgestrahlt wurde, was den „Funkerberg“ zur Geburtsstätte des Rundfunks macht.
Auf der Veranstaltungsreihe „Radio im Wandel der Zeit“ des Museums „Funkerberg“ las der Autor zum ersten Mal den Begriff „Knallfunksender“.
So meldete er sich zur Veranstaltung der Volkshochschule LDS zum Thema „Vom Knallfunksender zum Rundfunksender“ an, an der trotz Glatteis 14 Menschen teilnahmen.
Rainer Suckow, Vorsitzender vom Förderverein "SenderKW" e.V., freute sich den interessierten Zuhörern die Entwicklung vom Knallfunksender 1911 bis zum Rundfunksender 1920 darzustellen.
Von den 4 Dingen, die zu einer RundfunkSENDUNG gehören (Programm, Sender, Antenne, Stromgenerator), widmete er sich dem Thema, wie ein Programm hörbar wird.
Mit historischen Fotos zeigte er die Anfänge der Tonaufnahmen mit großen Tontrichtern, die die aufgefangenen Schwingungen mit Nadeln auf Wachsplatten aufzeichneten.
Es folgten einfache Sprechkapseln mit Hörnchen.
Irgendwann hieß es damals dann, dass aus Königs Wusterhausen der „gute Klang“ kam. Das lag am „Kohlekörnermikrofon“, welche hier im Sender zum Einsatz kam.
Mit unübersehbarem Stolz führte Rainer Suckow ein im Bestand des Museums befindliches funktionstüchtiges Exemplar praktisch vor.
Dabei gab es Repliken und Geschichten, die er u.a. zum berühmten Weihnachtskonzert am 20. Dezember 1920 erzählte.
So manche Rundfunkpioniere arbeiteten in Königs Wusterhausen, über die auf dieser Website noch zu erinnern sein wird.
Nun weiß der Autor was ein „Knallfunksender“ ist (siehe WEITERES). Er lernte auch, dass eine unangenehme „Rückkopplung“ ein positives Zeichen ist – die Sendung ist nämlich live!
Das Museum, das wegen Bauarbeiten noch geschlossen ist, soll im 2. Quartal 2026 wieder öffnen. Mehr Informationen, auch zu Sonderführungen, gibt es auf der Website des Museums Funkerberg (siehe MEHR).
°© GKD, 12.01.2026





